"Mehr als eine "Wette"
Oder: Der Weg zu einem Modell der "EISWETTE"


Oder: Eine verlorene Wette

Der Bericht über diesen Weg ist eine schöne Geschichte. Sie ließt sich sehr gut. Es ist auch ein ungewöhnlicher Weg, an Hand von Bildern, Werftunterlagen und Handreichungen solch ein Modell zu erstellen. Vor der Arbeit, Energie und Zeitaufwand ziehe ich meinen Hut.
Ich erlaube mir im folgenden jedoch auf ein paar konstruktive Fehler aufmerksam zu machen.
Dabei geht es wie festzustellen sein wird nicht um die Frage ob die Seitenwände des Aufbaues 1 Grad oder 10 Grad nach innen geneigt sind. Auf jeden Fall sollten sie nicht senkrecht stehen. Es geht auch nicht darum ob die Kontur der unteren Heckkante vom Rumpf einen Bogen von "X" mm nach oben hat. Die Kontur der Heckkante geht nicht nach oben.
Mir liegt es auch fern, ein Modell, wie mir am 21.11.2009 in Bremen vorgeworfen wurde, schlecht zu reden. Dazu habe ich, wissend um den Aufwand, viel zu viel Achtung vor dem Erbauer eines jeden Modells.

Doch nun sehen Sie selbst:

Modell/Bausatz EISWETTE EUGEN

FOTO: SAR Modell Shop

- das Foto zeigt gleich 4 Fehler
- hier sind die senkrecht stehenden Seitenwände das Augenmerk

- wer es nicht glaubt das hier die Verhältnisse zur
EUGEN gleich sind fährt einfach hin:

Zollstock nicht vergessen!


- wer hier an den schräg stehenden Wänden zweifelt kann gern die Maße kontrollieren:
- untere Breite = 2,80 Meter
- obere Breite = 2,70 Meter

21.11.2009 in Bremen, Messe

- im Maßstab 1:15 ist das Namensschild bei einer
Originallänge von 1,95 Meter mit ca. 89 mm
viel zu kurz (soll 130 mm)

- der wesentlichere Fehler ist aber, daß die Kante
unter der Fensterfront unterhalb der Höhe des
Aufbaudecks liegen muß. Bedingt dadurch sind
natürlich die ganzen Frontpartien zu hoch.

Foto: Ekkelboom  - oder Seite 16 Schiffsmodell Heft 11-2009


- deshalb noch einmal etwas größer - mal abgesehen davon, daß die Fensterrahmen hier weiß sind und bei der EUGEN silbern

- auch wenn man genau hinsehen muß: die senkrechte Kante unter den Frontfenstern ist bei beiden Originalen unterhalb der Verlängerung des Aufbaudeckes


FOTO: SAR Modell Shop

- die untere Kante der Lüftung endet wesentlich
vor der Unterkante des Fensters

- die Kanten des Potestes sind
bei der Eugen rund, bei der Eiswette eckig

FOTO: SAR Modell Shop

- der Abstand vom hinteren Aufbauende zur
Schottwand sollte hier im Maßstab 1 : 15
82 mm betragen
- es sind aber nur ca. 66 mm

- das hat natürlich Auswirkungen auf den
Staukasten und die Lüftungen

- ein Foto der Eiswette zum Vergleich, hier war ich nicht messen

- die Schottwand befindet sich im Abstand von
1,23 Meter vom hinteren Aufbauende

Bausatzinhalt, 
so wie er mir zur Bewertung vorlag. Nach meinen Recherchen hatte die Heckkante nie solch eine Kontur. Gibt es da vielleicht noch andere Ausführungen?
Bei dieser Krümmung, wo liegt da die Heckklappe?

Foto: DGzRS

Foto: Ekkelboom - 02.10.2010
- gibt es da vielleicht noch eine komplette Heckansicht, die den Bogen ersichtlich macht?
Ich kann hier zur Mitte auch nur eine Gerade erkennen.

Foto: Vesseltracker - Werft Juli 2009 - größer
- bis auf die Außenkante eine waagerechte Unterkante im Heckbereich - der Auftragsbau für die DGzRS im Maßstab 1:10 zur Messe 2009 in Bremen

- das Ekkelboommodell,
diese Wölbung nach oben bis zur Mitte des Rumpfes gab es nach meinen Informationen nie (siehe auch Bauablauf bei der DGzRS).
- ich mache das ganz einfach. Wenn es wieder warm ist werde ich im Rahmen meines weitergehenden Aufmaßes das Heck vermessen.

Werte Modellbauer , 
möglichst dezent habe ich versucht Herrn Ekkelboom während des Bauablaufes des Modells bis hin zum Bausatz, über meine Homepage, auf einige Konstruktionsfehler aufmerksam zu machen. In Bezug auf die seitlichen Fensterwände des Fahrstandes erfolgte auch eine Nachbesserung, wie man heute noch auf der Homepage und der Kunden-CD nachvollziehen kann. Sie haben jetzt eine Neigung nach außen. Für die Seitenwände war der Aufwand sicher zu groß. Auf der Homepage erschien dann folgender Hinweis:

Zitat:
" - Hier mal einige Detailaufnahmen. Bei mehreren Besuchen auf der “ EISWETTE” und zuletzt auch auf “EUGEN” wurden einige Unterschiede zu den beiden Schiffen festgestellt. Dies ist ja auch bei anderen Kreuzern der DGzRS schon festgestellt worden. -"

Zum Besuch auf der "EUGEN" wurde sicher nur vergessen den Zollstock mitzunehmen. Ich bin mir sicher, die Besatzung hätte hier gern ausgeholfen um meine Darstellungen kontrollieren zu können,

Abgesehen davon, daß nach diesen Darstellungen die Wette mit Wettpartnern verloren sein sollte, wäre es wohl besser gewesen ebenfalls auf den Plan der DGzRS zu warten.

Den Rest wird unser Aller Domän, der Kunde, entscheiden.

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25.11.2009
Preissenkung beim Anbieter des Bausatzes von 535,00 EURO auf 450,00 EURO, ob das der richtige Weg ist?
(zumindest reduziert es auch die dort übliche Bearbeitungsgebühr bei Rückgabe)

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26.12.2009
Der Chefkonstrukteur hat reagiert:
"Es wird viel geredet und geschrieben -
und damit ist es, wie mit allen Kritiken: Sie geben nur die Meinung des Kritikers wieder.
Beurteilen Sie die Bausatzqualität selber.
IHNEN muß er gefallen !!"
- doch dazu muß erst gekauft werden. - Die Meinung eines Kritikers ist subjektiv, richtig, aber z.B. der Zollstock ist objektiv, man sollte ihn nur nicht bei der Fahrt zum Original vergessen.

- ich würde nachbessern bzw. neu kontruieren wenn der Plan von der DGzRS verfügbar ist.